Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel ist durch ein weit gespanntes Netz internationaler Beziehungen in den weltweiten Verbund der Wissenschaft integriert. Neben den vielfältigen internationalen Kooperationen einzelner Wissenschaftler und Institute unterhält die Universität über 40 Kooperationsabkommen auf Hochschulebene sowie mehr als 200 Verträge im Rahmen des europäischen ERASMUS-Programms. Knapp 2000 internationale Studierende aus über 100 Ländern und 400-500 ausländische Gastwissenschaftlerinnen und Gastwissenschaftler pro Jahr stellen eine wichtige Bereicherung des akademischen und kulturellen Lebens an der CAU dar. Zahlreiche Angebote zur Betreuung und Integration der ausländischen Gäste tragen dazu bei, dass sie sich auch außerhalb der Seminarräume und Labore schnell wohl fühlen können.
Zu den besonderen Schwerpunkten im Bereich der internationalen Beziehungen gehört die Kooperation mit Ländern in Skandinavien und im Ostseeraum. Sie manifestiert sich in Projekten wie dem „Deutsch-Norwegischen Studienzentrum“ (DNSZ), der „Videnregion/Wissensregion Syddanmark - Schleswig-Holstein“, dem Kooperationsnetzwerk „Recht im Ostseeraum“ oder der in jedem Semester neu besetzten Skandinavischen Gastdozentur.
Zu den Prioritäten der neuen Internationalisierungsstrategie gehört die qualitative Weiterentwicklung bestehender Partnerschaften mit ausländischen Universitäten, v.a. im Sinne einer stärkeren Vernetzung von Forschungs-, Ausbildungs- und Austauschaktivitäten, sowie die Benennung von ausgewählten strategischen Partnerschaften im Hinblick auf die vier Forschungs- und Förderschwerpunkte der CAU.
Das Angebot an international ausgerichteten Programmen auf Master- und Doktorandenebene wird weiter ausgebaut. So werden u.a. neue interdisziplinäre Programme in den Forschungs- und Förderschwerpunkten entwickelt. Zur Zeit gibt es bereits englischsprachige Programme in den Bereichen Meeres- und Geowissenschaften, Ingenieurwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften, Umweltwissenschaften, Agrarwissenschaften sowie die interdisziplinär ausgerichtete Graduate School „Human Development in Landscapes“ und ein LL.M-Programm in den Rechtswissenschaften.
Englischsprachige Studiengänge sind im Sinne der „Internationalisierung zu Hause“ zugleich eine gute Vorbereitung unserer deutschen Studierenden auf den globalen Arbeitsmarkt und zukünftige Tätigkeiten in internationalen Teams. Daneben aber soll natürlich auch die eigene Auslandsmobilität weiter gefördert werden, wobei die CAU dazu ermutigt, nicht nur den klassischen Studienaufenthalt im Ausland anzustreben, sondern auch Praktika oder andere Formen der studienbezogenen Auslandserfahrung (Exkursionen, multi-lateral organisierte Blockveranstaltungen wie ERASMUS-„IP-Programme“, NMUN-Konferenzen, Sprach- und Kulturkurse etc.) zu nutzen. Entsprechende „Mobilitätsfenster“ werden z.Zt. in vielen Studiengängen explizit ausgewiesen.